September 2010

Wed Sep 29 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Zu viel zu tun; zu wenig Zeit. So würde ich meine Situation im Moment beschreiben. Je länger ich hier bin, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich mir. Und nicht nur ich bin davon etwas überwältigt, sondern z.B. auch amerikanische Erstsemestler, mit denen ich gesprochen habe. Die Sportanlagen im Country Club, die ich ja bereits in einem früheren Beitrag beschrieben und bebildert habe, sollen lächerlich sein gegenüber den Möglichkeiten und Aktivitäten, die das Activities & Recreation Center (ARC) der Universität bietet. Für Studenten ist das ebenso kostenlos wie der Zugang zur Shields Library, die ich bis jetzt nur von außen gesehen habe, die aber mit ihren 5 Stockwerken wohl ziemlich groß und umfangreich sein soll. Studentenklubs (und natürlich diese etwas seltsamen "fraternities") sind eine wunderbare Gelegenheit um Leute kennenzulernen und in den ersten Wochen des neuen Jahres biete fast alle Kennenlerntreffen mit kostenlosem Essen und Trinken an um neue Mitglieder anzulocken. Nur leider bleibt neben Studium, Japanisch und Klavier wirklich kaum Zeit für so etwas übrig.

Studium

Im Großen und Ganzen gefällt mir das System und die Art des Studierens. Manches ist nicht wirklich neu für mich, da ich ja im Moment ein paar Fächer belege, die ich in ähnlicher Form oder auf ähnlichem Niveau bereits in Deutschland belegt habe, aber es gibt trotzdem extrem viel zu tun. Fast jede Vorlesung endet damit, dass der Professor ansagt, welche Kapitel welchen Buches bis zur nächsten Vorlesung gelesen werden müssen. Ein Trimester dauert hier nur 10 Wochen und in dieser Zeit müssen theoretisch pro Fach ein bis zwei Bücher im Umfang von 500 bis 1000 Seiten gelesen werden. Selbst wenn man die bekannten oder unwichtigen Sachen nur überfliegt, verschlingt das Unmengen an Zeit und so verbringe ich also jeden Tag Stunden damit, die begleitende Literatur zu lesen. Gleichzeitig sind allerdings die Studienbedingungen wirklich fantastisch. Überall in dem riesigen und grünen Campus gibt es Bänke, Tische, Sitzecken, Cafés, Getränkeautomaten und so weiter und so fort. Positiv ist auch, dass die einzelnen Fachrichtungen dabei bunt gemischt sind. Eines meiner Fächer findet beispielsweise in dem "Arts Building", also dem Gebäudekomplex für Künste statt. Und auch die "General Education"-Kurse sind eine gute Gelegenheit um Leute andere Fachrichtungen kennenzulernen. Ich habe im Astronomie-Schnupperkurs schon einen Wirtschaftsstudenten im zweiten Jahr, eine Biologiestudentin im ersten Semester und eine etwas ältere ukrainische Studentin kennengelernt, die internationale Beziehungen studiert und neben Russisch und Englisch auch noch Spanisch, Deutsch und Französisch spricht. Insgesamt also schon 3 Bekanntschaften; dabei fand die Veranstaltung bis jetzt auch erst drei Mal statt. Bei den anspruchsvolleren, höheren Informatikkursen ist es leider nicht so einfach in Kontakt mit anderen zu kommen.

Japanisch

Wie auf Twitter schon angekündigt, war ich gestern bei meinem ersten Japanisch-Unterricht. Wobei "Unterricht" vielleicht nicht der richtige Begriff ist, denn das ganze wird von japanischen Studenten organisiert und im International House kostenlos als Einsteigerkurs in lockerer Runde veranstaltet. Die Grundlagen der Japanischen Schrift scheinen einfacher zu sein, als ich zuerst befürchtet habe. Wenn man erst einmal die 46 verschiedenen Zeichen Hiragana kann, lässt sich zu mindestens alles einigermaßen formulieren, aussprechen und aufschreiben. Man kann dann sogar schon Kinderbücher lesen, aber keine japanische Zeitung, denn dazu müsste man noch ca. 2000 bis 8000 Kanji können. Mir geht es aber erst einmal darum, einfachste Alltags-Sätze formulieren und aussprechen zu können.

Klavier

Ich übe immer noch fast täglich auf dem elektronischen Klavier und improvisiere im Moment mit Blues- und anderen pentatonischen Tonleitern. Das macht auf jeden Fall Spaß, aber ich hoffe immer noch, einmal mit ein paar anderen Leuten zusammenzuspielen. Wobei ich dazu wahrscheinlich doch noch ein bisschen mehr Übung brauche. Tja, work in progress.

On Functional Programming...

Many people keep saying that Python or Ruby promote functional programming just because you can pass functions as values. Actually, you can do that in C since 1978.

Alright, these two languages have some features that are also present in functional programming languages and in fact it's not easy to define exactly what functional programming is, but remember that functional programming is declarative as opposed to imperative. (See Programming Language Pragmatics by Michael L. Scott). So, here is a nice quote that describes what functional programming is not:

  • "A Programming Language that is characterized by these three properties - the sequential execution of instructions, the use of variables representing memory locations, and the use of assignment to change the values of variables - is called an imperative language, since its primary feature is a sequence of statements that represents commands, or imperatives."

    Programming Languages: Principles and Practice by Kenneth C. Louden

To summarize: if you assign variables then you are probably not doing functional programming. It's that easy.

Fri Sep 24 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Studium

Die ersten paar Tage Unterricht sind nun vorbei und ich habe überall mal reinschnuppern können. Insgesamt belege ich vier Fächer dieses Trimester und ich würde mal sagen, dass ich gemischte Gefühle habe. Generell gibt es hier wesentlich mehr Arbeit zu tun als in Deutschland. Hausaufgaben, Tests, "Mid-terms" und Klausuren gibt es zuhauf in jedem Fach. Außerdem wird sich viel mehr an der Literatur orientiert als in Deutschland, aber dazu später mehr. Von den vier Fächern, die ich belege, ist eines sehr interessant scheint aber mit sehr viel Arbeit verbunden zu sein, ein anderes wird sehr anstrengend und nicht sonderlich angenehm werden, dann belege ich noch einen "General Education" Einführungskurs in Astronomie für "non-majors", also fuer Nicht-Astronomie- und Nicht-Physik-Studenten, der wirklich gut aufbereitet ist und Spaß macht, und noch einen anderen Kurs, der wiederum dem typischen Kurs in Deutschland nicht unähnlich ist mit mehr Selbstständigkeit und mehr Freiheiten. Teilweise ist das interessant gelöst, so gibt es z.B. einen Kurs, bei dem keine Anwesenheitspflicht besteht und wo die Vorlesung auf Video aufgezeichnet wird und über Internet jederzeit einsehbar ist. Normalerweise würde in Deutschland dann niemand mehr in die Vorlesung kommen, aber hier gibt es noch eine Kleinigkeit, die das verhindert, nämlich gibt es am Anfang fast jeder Vorlesung ein Quiz, das direkt in die Note einfließt.

Schwarze Tinte auf toten Bäumen

Jede Vorlesung hat mindestens ein begleitendes Buch, bei dem der Professor genau vorgibt, welche Kapitel bis zu welcher Vorlesung gelesen werden muss und auch davon ausgeht, dass jeder das gemacht hat. Wenn es dann keine weitere Fragen gibt und der Professor nichts weiter hinzuzufügen hat, dann können in den Klausuren Fragen auftauchen, die niemals in der Vorlesung behandelt oder angesprochen wurden, aber im Buch stehen. Das habe ich bei meinem Studium in Deutschland so noch nicht beobachten können. Davon mal ganz abgesehen lese ich aber auch ganz gerne mal ein Nicht-Fachbuch zum Vergnügen. Aber soll ich mir wirklich die ganzen Bücher kaufen und was mache ich mit denen, wenn ich wieder nach Deutschland muss? Die Antwort ist ganz einfach: Ich trenne mich von dem Papier und nutze einen E-Book-Reader. Lange habe ich zwischen dem Kindle und den anderen Geräten, die es noch so gibt, hin- und her überlegt, aber im Endeffekt habe ich mich dann für den Kobo entschieden, weil er nicht so sehr an Amazon gebunden ist, mehr offene Formate unterstützt und etwas billiger ist. ($129, ca. 95 Euro). Der Kobo kommt mit 100 Klassikern und man kann mit dem PC noch weitere ca. 900 Bücher aufspielen entweder als PDF oder im EPUB-Format (Ein spezielles E-Book Format). Das E-Ink-Display ist sehr angenehm zu lesen und nicht zu vergleichen mit normalen, beleuchteten Monitoren. Das Anzeigen einer Seite verbraucht keinen Strom, sondern nur das Wechseln der Buchseite, weswegen die Akkulaufzeit auch mit "2000 Seiten" angegeben wird. Einziger Nachteil: Wenn man im Dunkeln lesen möchte, braucht man eine Leselampe.

Soziales

Es gibt auf dem Universitätsgelände die sogenannten "Student Co-Ops". Damit ist aber nicht die Lebensmittelkette gleichen Namens gemeint, sondern das sind Projekte, bei denen ein Dutzend Studenten gemeinsam in einem Haus auf möglichst ökologische Weise zusammen wohnen. Der Strom wird aus Solarzellen gewonnen, jeden Tag gibt es vegetarisches Essen, das aus den Anbauprodukten im Garten von den Studenten zubereitet wird; Kunst, Musik und ganz generell alternativer Lebensstil wird dort gepflegt.

Man kann sich das ganze auch gut auf den folgenden beiden Webseiten ansehen: Davis Student Co-op und Pierce Co-op.

Gestern Abend fand dort eine kleine Gartenparty statt mit DJ und vielen netten und insbesondere internationalen Studenten. Ich war echt überrascht, wie viele Deutsche hier in Davis studieren. Mittlerweile habe ich schon ca. 14 kennengelernt und das ohne es überhaupt darauf anzulegen.

Mon Sep 20 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Heute sind zwei positive und drei negative Dinge passiert. Angefangen hat es negativ, da ich nicht rechtzeitig zur Campusführung gekommen bin und die deswegen verpasst habe. Eigentlich bin ich rechtzeitig losgegangen, aber dann gab es auf der Strecke eine Baustelle mit einer Umleitung, die nicht für Fahrradfahrer gedacht war, wodurch ich dann eine Viertelstunde durch die Gegend gefahren bis ich schließlich den Treffpunkt gefunden hatte.

Danach bin ich dann zum Department for Motorvehicles, wo ich letzte Woche schon war, um mir endlich meinen amerikanischen Führerschein abzuholen. (Der internationale Führerschein wird nicht in allen U.S.-Staaten akzeptiert und außerdem braucht man zum Kaufen von Alkohol hier einen Führerschein oder etwas Ähnliches, da es in den U.S.A. keine Personalausweise gibt.) Ich musste dort erst eine theoretische Prüfung (schriftlichen Test) für Autos und dann noch mal eine für Motorräder machen und habe glücklicherweise beide beim ersten Versuch bestanden. Wenn nicht, wäre das aber auch nicht so schlimm gewesen, da die Tests kostenlos sind und man die einfach solange wiederholen kann, bis man sie geschafft hat. (Eine ältere Frau vor mir hat beispielsweise den Test nicht bestanden und dann sofort vom Beamten einen Zettel für den zweiten Versuch erhalten.) So weit, so gut. Dann kam aber der Hammer: ich muss hier in Kalifornien nun auch noch einen "Behind-the-wheel", also eine praktische Fahrprüfung, für Auto und Motorrad machen. Na toll. Der frühestmögliche Prüfungstermin ist irgendwann im November und ich bin schon lange kein Auto mehr gefahren. Einziger Trost ist, dass diese beiden Test jeweils nur ca. 15min dauern und kostenlos sind. Wenn man das hier so sieht, dann faengt man an zu zweifeln, ob denn die 200 Euro, die man in Deutschland allein fuer die praktische Pruefung zahlt, wirklich gerechtfertigt sind.

Noch ein paar fun facts zum Autofahren in den USA:

  • In Iowa kann man seinen Führerschein mit 14 machen. Darf damit aber bis man 16 ist nur in Begleitung Erwachsener fahren.
  • Wenn die Polizei in Kalifornien irgendwo im Auto eine geöffnete Flasche Bier findet (z.B. in der Tasche des Beifahrers), dann kann das mit Führerscheinentzug fuer den Fahrer enden.

Am Ende des Tages ist es dann wieder ins Positive umgeschwenkt, denn ich war heute wieder mit Kochen dran und habe am Abend "Rotini Alfredo" zubereitet, also ein italienisches Nudelgericht mit weisser Sauce und Gemuese. Die Sauce war leider ein bisschen zu duenn, aber hat sowohl mir als auch den anderen (inklusive dem Hund) sehr, sehr gut geschmeckt. Dazu gab es dann den beruehmten kalifornischen "Mondavi"-Rotwein und japanisches Mochi-Eis zum Dessert. Grossartig!

Sun Sep 19 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Ich sitze gerade im Arboretum von UC Davis und vor mir erstreckt sich der Putah Creek, ein kleiner Fluss, der im Süden von Davis fließt und vor allem zur Bewässerung des Farmlandes genutzt wird. Das Arboretum ist ein ziemlich weitläufiger botanischer Garten und eine Parkanlage, die rund um die Uhr für Besucher, Studenten und Naturforscher geöffnet ist. Ich muss unbedingt hier noch mal mit meiner Kamera herkommen und ein paar Bilder machen. Die Bilder unten habe ich aus dem Davis Wiki kopiert.

Es ist schon beeindruckend, dass ich hier im Grünen weit ab von jeglichen Gebäuden sitzen kann und trotzdem mit meinem Laptop ins Internet gehen kann. Das Uni-WLAN ist hier an der UC Davis nochmal um einiges besser und flächendeckender als an meiner deutschen Uni.

Ansonsten passiert hier eigentlich nicht so viel. In den ersten Tagen gab und gibt es eine Menge Events, wie z.B. ein Barbecue für internationale Studenten am Central Park letzten Freitag. Allerdings geht es da eher darum, Leute kennenzulernen, ein bisschen Smalltalk zu betreiben und sich gegenseitig bei der Umstellung zu helfen.

Das Wetter hier ist immer noch großartig: blauer Himmel, Sonnenschein und 29 Grad im Schatten. Perfekt um mit dem Fahrrad durch den Ort zu fahren. Ich glaube ich bin noch nie so viel Fahrrad gefahren wie in den ersten Wochen hier. Irgendwie erinnert mich das doch sehr an "Center Parcs".

Allgemein kann ich auch nur betonen, dass es trotz der ganzen Vorbereitung und so weiter doch nochmal ganz anders ist, wenn man erst einmal ein paar Wochen hier ist. Ich weiß gar nicht genau, was ich erwartet habe, aber es ist auf jeden Fall anders. Bis auf die Polizei- und Feuerwehrautos. Die sehen hier nämlich exakt genauso aus, wie in den ganzen amerikanischen Spielfilmen!

Lake Spafford beim Putah Creek (Foto von Kelvin Kay/CC-licensed)Putah Creek (Foto von Colin Wagner/CC-licensed)Das Eingangsschild vom Arboretum (Foto von Kelvin Kay/CC-licensed)

Tue Sep 14 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Am Montag war der Tag der sogenannten Orientation. Das ist eine Veranstaltung eine Woche vor Vorlesungsbeginn bei der alle internationalen Studenten teilnehmen müssen und bei dir viele organisatorische Sachen erklärt wurden. Insgesamt waren rund 300 neue internationale Studenten vor Ort. Einige davon beginnen ein graduate oder undergraduate Studium (also quasi ein Bachelor oder Master Studium) und andere, wie z.B. auch ich, bleiben nur für ein paar Monate bis maximal ein Jahr an der Uni. Interessant war, dass sich nach nur wenigen Minuten Gruppen entsprechend des Heimatlandes gebildet hatten. So war ich also sofort in einer Gruppe von ungefähr 6 Deutschen ohne es darauf angelegt zu haben.

Der erste Teil der Orientation bestand darin, dass die Nationen durchgegangen wurden und alle entsprechend ihrer Heimatlandes aufgestanden sind. Neben einer Handvoll Deutscher, Spanier, Franzosen, Italiener, Briten, Inder, Japanern, Brasilianer und einer Menge einzelner Studenten aus fast allen Ländern der Welt gab es dann aber noch ca. 140 Chinesen und Taiwanern, die mit Abstand den größten Teil der internationalen Studenten bildeten.

Es ist relativ einfach, hier mit den Leuten in Kontakt zu kommen, aber man wird sehen, wie sich das so entwickelt, wenn die Vorlesungen anfangen. Ich muss aber auf jeden Fall sagen, dass die Uni-Mitarbeiter, die ja teilweise ehrenamtlich arbeiten und sogar selbst noch Studenten sind, sehr, sehr nett und hilfreich sind. Zum Beispiel habe ich gestern mal mein Fachgebiet besucht und sofort hat mich ein "Student Advisor" herzlich empfangen und extra für mich Zeit genommen um mit mir gemeinsam die passenden Kurse herauszusuchen, die ich am besten belegen sollte.

Noch ein paar fun facts zum Schluss:

  • Hier in Kalifornien sehe ich mehr T-Mobile Shops als in Deutschland.
  • Davis hat 62000 Einwohner, davon sind 32000 Studenten.
  • Im Sommer bleiben davon gerade mal 4000 Studenten in Davis.
  • In Davis fahren rote Doppeldeckerbusse, die original aus London importiert wurden, sodass das Lenkrad rechts ist und die Passagiere somit zur Straße hin aussteigen müssen, was nicht ungefährlich ist.
  • In Davis gibt es mehr Fahrräder als Einwohner.

Sat Sep 11 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Heute, bin ich mal ein bisschen in Davis herumgefahren. Ich hab insbesondere den Country Club besucht und mal ein paar Bilder gemacht. Alle Angebote, die ihr auf den Bildern seht, sind für Klubmitglieder und ihre Gäste kostenlos.

Außerdem hab ich mir (wieder einmal durch Craigslist) ein E-Piano besorgt. Ein Yamaha NP-30 um genau zu sein. Ich werde mal ein bisschen üben und - wer weiß - vielleicht kann ich ja irgendwann einmal mit ein paar anderen Leuten zusammenspielen.

Mein FahrradDie Tennisplaetze im Country ClubEin schoener Pool im Country ClubNoch ein weiterer PoolLiegen mit Blick auf den See im Country ClubKleiner Sandstrand im Country ClubGrill im Country ClubBootsverleih im Country Club

Sat Sep 11 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Gestern war ich in Sacramento. Ich habe gelesen, dass zwischen Davis und Sacramento ein Fahrradweg existiert, also bin ich die gesamte Strecke mit dem Fahrrad gefahren (und auch wieder zurück!). Insgesamt saß ich ca. 4 Stunden auf dem Fahrrad und bin ca. 60km gefahren. Teile des Fahrradweges führen über eine Landstraße, wie man hier im Video sehen kann:

Es hat sich aber absolut gelohnt! Ich hab ja befürchtet, dass Sacramento eher eine graue, langweilige, amerikanische Großstadt ist, aber ich war dann doch überrascht wie grün es ist und wie die Stadt an dem Samstagabend zum Leben erwacht ist als die Dunkelheit einbrach. In der Nähe von J Street/16th Street hinter dem *Memorial Auditorium* befindet dich der offizielle Wohnsitz von Arnold Schwarzenegger, "Governor's Mansion". Nun ja, es ist schon ein paar Jahrzehnte her, dass dort wirklich ein Gouvenor übernachtet hat, aber wenn man von dort aus die J Street oder die I Street hinuntergeht, dann kommt man in eine Gegend voller Clubs und Bars. Ich habe durch Zufall bestimmt 4 Bands gesehen, die größtenteils open-air gespielt haben (und die man deswegen auch schon drei Blocks vorher gehört hat.) Sogar in einem Friseursalon trat eine Band auf, während eine Reihe von Passanten durch das Schaufenster geguckt haben. Außerdem kann ich einen Spaziergang entlang dem *Sacramento River* in der Nähe von *Old Sacramento* und westlich des *Westfield Downtown Plaza* empfehlen.

Kreisverkehr fuer FahrraederAmtrak Zug zwischen Davis und SacramentoLandschaft zwischen Davis und SacramentoView from I Street Bridge in SacramentoSteamer near California State Railroad MuseumCalifornia State CapitolOld City HallSkyscraper near 11th Street and J StreetGovernor's MansionCars near I Street/ 19th StreetSacramento Convention Center at nightWest Sacramento at nightSacramento Downtown at night

Wed Sep 08 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Einer meiner Mitbewohner hat mir ein Buch mit selbst geschriebenen Gedichten geschenkt. Er hat die ueber Jahre hinweg gesammelt und das Buch ist wirklich beeindruckend. Jedenfalls was die Illustrationen angeht - denn viel mehr kann ich mit meinen nicht-vorhandenen Portugiesisch-Kenntnissen leider nicht verstehen. Ich bin im Moment am überlegen, ob ich am 14. September zum Primus Konzert gehe. Ich hätte ja schon Lust, aber $50 fuer ein Ticket ist schon recht happig.

Übrigens kann ich überhaupt nicht verstehen, wieso die US-Amerikaner ihren ÖPNV so sehr vernachlässigen bzw. vermeiden und ins Auto steigen. Ich habe mir das wirklich schlimmer vorgestellt. Die Preise sind hier im Vergleich zu Europa überraschend günstig. Nicht nur in Sacramento, sondern auch z.B. in San Francisco. Dort kann man als Erwachsener für $2 mit dem Bus überall hin fahren. Wenn man unter 18 oder ueber 65 ist, zahlt man sogar nur 75c. Meine Erfahrungen waren bis jetzt auch alle positiv - besonders die Fahrt von San Francisco nach Davis. Dabei ist mir auch gleich aufgefallen, dass das "How are you?" wirklich nur eine Floskel ist. Gut, das war wusste ich ja eigentlich schon vorher, aber ich hätte nicht erwartet, dass es so extrem ist. Im Zug hat der Schaffner die Tickets kontrolliert und dabei jeden Passagier einzeln gefragt "How are you?" ohne dabei aber eine Antwort abzuwarten oder den Passagier überhaupt nur anzusehen. Irgendwie komisch, aber auch typisch amerikanisch.

JavaScript Engines and Inline Caching

I recently looked into Google's V8 JavaScript Engine to learn more about the its design and specifically the implementation of inline caching. It is really amazing how much work was done by the V8 team to make it faster.

If you are not into programming languages and compilers, then just skip the next paragraph and go directly to the last paragraph and the nice graphs below.

  • To summarize it, the usual property lookup of a JavaScript object can be naively implemented with a kind of dictionary, like e.g. a hash map. The way it is done in V8 is to store the properties inside the JavaScript object on the heap. The byte offset that is needed to access the property inside the object is stored in map. This map is shared between JavaScript object with similar memory layout and therefore can be considered a hidden class system. After two successful lookups, the call-side of the accessed property is patched at runtime to omit the lookup and instead add the offset to the object pointer and jump directly to the memory address (in case of a method call). This technique is not easy to implement, but it is really effective as can be seen by the benchmark results below.

There are many different JavaScript benchmarks and I have chosen three of these which are popular, well understood and come from different browser vendors. All tests were performed with an Intel(R) Core(TM) Duo CPU with 1.66GHz and a Linux 2.6.33 operating system. The first browser, Opera, is proprietary and just added for reference. Then, the open source Firefox browser and its built-in JavaScript engine, "SpiderMonkey" was tested both with and without the tracing JIT-Compiler "TraceMonkey" and in two different version. The two most important configurations was V8 with and without inline caching (IC) enabled.

Dromaeo Score (The higher the better)SunSpider Runtime (The lower the better)V8 Benchmark Suite Score (The higher the better)

Sat Sep 04 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Heute kam mein Mitbewohner in mein Zimmer und hat mich gefragt, ob wir nicht eine Runde Tennis spielen wollen. Ich hab mich nur schnell umgezogen, dann haben wir uns unsere Fahrräder geschnappt, sind durch die leeren Straßen zum Country Club geradelt und haben dort eine Stunde mit geliehenen Schlägern gespielt. Natürlich komplett kostenlos, schließlich ist meine Vermieterin Mitglied im Country Club. Auf den vier Plätzen waren wir die einzigen und auch die Fitnessräume, der Pool und der Billardtisch waren leer. Danach sind wir dann wieder zurück zum Haus gefahren, wo auch schon Onigiri und andere leckere, japanische Speisen auf uns warteten. Das Leben in der Kleinstadt ist irgendwie komisch - speziell in der Zeit vor Vorlesungsbeginn. Man fühlt sich fast wie ein Kind.

Übrigens, für einen Teeliebhaber wie mich ist ein japanischer Haushalt ein wahres Paradies: Ganz gleich ob morgens, mittags oder abends, immer kann man Tee verschiedenster Sorten trinken, entweder frisch gebrüht oder eiskalt aus dem Kühlschrank.

Sat Sep 04 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

Endlich ist mein Zimmer fertig eingerichtet. Heute ist mein Schreibtisch eingetroffen. Der hat mich übrigens $60 inklusive Versand gekostet. Der Schreibtischstuhl $7 inklusive Versand. Die beiden Sachen habe ich nämlich gebraucht bei Craigslist gekauft. Sehr praktisch - vor allem wenn man kein Auto hat.

Hier mal zwei Bilder von meinem Bett und meinen Schreibtisch.

Mein Bett und meine japanische Okada LampeMein Schreibtisch und mein toller Laptop

Thu Sep 02 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

So, jetzt bin ich in Davis und muss warten, bis mein Schreibtisch endlich ankommt, den ich im Internet bestellt habe. Vorgestern bin ich hier angekommen und wurde von meinen Mitbewohner gut aufgenommen. Gestern dann habe ich im Wesentlichen meine Sachen ausgepackt und ein Fahrrad beim Davis Bike Exchange gekauft. Es ist ein schönes, türkis-graues Mountainbike. Vielleicht kann ich in den nächsten Tagen ein Bild machen. Heute bin ich dann erst einmal zu TAPS und habe mir dort California Bicycle License geholt, mit der ich dann auf dem Campus herumfahren und mein Rad überall abstellen kann. Davis ist mit Abstand die fahrradfahrerfreundlichste Stadt, die ich kenne. Die Bike Lanes (Fahrradspuren) sind teilweise breiter als die Autospuren und ich hab hier sogar mal einen Fahrradkreisverkehr gesehen. Allerdings habe ich auch schon eine Sache entdeckt, die mich hier nervt: Ich war ich heute in vielen Läden und irgendwie scheint absolut jede Kette ihre eigene Rabattkarte zu haben. Jedes Mal wird man gefragt, ob man eine solche Karte hat und wenn man verneint, folgt die Frage, ob man denn eine wolle. Ich will aber nicht Hunderte verschiedener Rabattkarten haben, die doch nur dazu dienen, mir Werbung zu schicken.

Ansonsten ist Davis aber sehr entspannt, sehr amerikanisch und sehr heiß. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch, somit ist die Hitze nicht ganz so schlimm. Ich werde in den nächsten Tagen Mal Ausschau nach einer schönen Gitarre halten, ansonsten habe ich aber alles was ich brauche und kann bis zum 9. September bzw. 13. September erst einmal ein bisschen ausspannen und vielleicht etwas herumfahren und ein paar Fotos machen.

Tue Aug 31 2010 17:00:00 GMT-0700 (PDT)

An meinem letzten Tag in San Francisco bin ich dann doch noch zur Golden Gate Bridge gegangen. Dabei kam ich noch am Pier 39 und dem Crissy Field vorbei. Außerdem kann ich jedem empfehlen, einmal in seinem Leben bei der Cold Stone Creamery Eis zu essen. Ist zwar nicht billig, aber auf jeden Fall eine Attraktion.

"The Big Noodle" at Pier 39Graffiti Artist near Pier 39Beach near Crissy Field (Look at Golden Gate Bridge)Beach near Crissy Field (Look at San Francisco Bay)Pacific Ocean at duskGolden Gate Bridge (HDR)San Francisco at night (HDR)