Fri Nov 26 2010 16:00:00 GMT-0800 (PST) | November 2010

Gestern war nun also Thanksgiving. Da ich ja schon einige Tage zuvor im International House Truthahn gegessen habe, war das Essen eher japanisch geprägt: Sushi, Tempura, Sukiyaki, Udon, gegrillter Lachs und vieles andere mehr. Unter Anleitung habe ich sogar selbst einen Teil des Sushis zubereitet. Wie man bei den Bildern erahnen kann, war es viel zu viel und so blieb eine Menge für den nächsten Tag übrig. Dieser ist hier auch als Black Friday bekannt und zeichnet sich aus mir unergründlichen Gründen dadurch aus, dass viele Läden Rabatte geben. Man könnte sich das vielleicht so vorstellen wie den Sommerschlussverkauf in Deutschland, allerdings sind die USA ein Land der Extreme und so ist auch "Black Friday" ziemlich verrückt. Die meisten Läden öffnen nicht einfach nur am nächsten Morgen mit ihren Sonderangeboten, sondern fangen pünktlich um Mitternacht damit an. Das wird bewerkstelligt indem viele dieser Läden gar nicht erst schließen, sondern die ganze Nacht zwischen Thanksgiving und Black Friday geöffnet bleiben. Um uns den Wahnsinn mal anzusehen (und vielleicht auch selbst was zu kaufen), sind wir also kurz vor Mitternacht nach Vacaville zu einem größeren Einkaufszentrum gefahren. Auf dem Weg dorthin konnten wir sogar Zelte vor BestBuy erkennen. Unklar ist dabei, wie viele Tage und Nächte die Kunden vor dem Laden gezeltet haben, um die Sonderangebote in BestBuy zu bekommen, die teilweise nach wenigen Stunden ausverkauft sind. Wir hatten großes Glück, dass wir noch einen Parkplatz bekommen haben und haben uns dann aufgemacht. Ich habe mir ein paar warme, wasserfeste Schuhe gekauft. Das war besonders günstig, da auch noch zwei andere von uns Schuhe gekauft haben und es die Aktion gab "Kauf ein Paar Schuhe, kriege zwei Paar umsonst dazu". Alles in allem war es aber viel zu voll. Damit sich die Leute nicht zerquetschen, gab es vor einen Läden Einlasskontrolle, sodass immer nur eine bestimmte Anzahl an Menschen hinein können. Resultat dessen war dann natuerlich, dass nicht nur in den Läden lange Schlangen waren, sondern auch außerhalb. Somit hat es also lange gedauert, bis wir alles hatten und alles einmal gesehen hatten. Um fünf Uhr morgens kamen wir dann wieder mit einem Van voller Einkaufstüten zurück. Der Kommentar meines brasilianischen Mitbewohners? "This is American Way of Life."

posted 2010-11-27